Mittwoch, 23. April 2014

Die Schattenseite der Schwangerschaft - mein Schwangerschaftsdiabetes

Nach meiner überschäumenden Freude über meine Schwangerschaft, erhielt ich im zweiten Drittel nach dem ordnungsgemäßen Zuckerbelastungstest die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes. Das kann vorkommen hat man mir gesagt. Das betrifft gar nicht so wenige Schwangere habe ich gehört. Nach längerem Überlegen habe ich beschlossen meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen niederzuschreiben.

Über Ablauf des Test an sich wurde ich nicht informiert, meine Frauenärztin überreichte mir eine Überweisung und ersuchte mich spätestens bis zum nächsten Mutter-Kind-Pass Untersuchungstermin die Ergebnisse vorlegen zu können. Also brachte ich in Erfahrung, wo ich den Test durführen kann, denn das Krankenhaus in meiner Heimatstart bietet diesen nicht mehr an, auch meine Hausärztin meinte, dass sie diesen Test nicht durchführen könne. Dank des Internets fand ich ein Labor und vereinbarte einen Termin. Dass ich 12 Stunden vor dem Test keine Nahrung zu mir nehmen und nur Wasser trinken darf wurde mir nicht mitgeteilt, ich wurde nicht einmal am Testtag gefragt, ob ich überhaupt nüchtern sei. Dann wurde zum ersten Mal Blut abgenommen und der dreistündige Test begann. Eine Betreuung während des Tests gab es nicht, ich saß in einem zugigen dreckigen Wartezimmer. Zum Glück hat mein Mann mich begleitet, mir ging es zwischendurch kreislauftechnisch sehr bescheiden. Nach dem Test hat man mich nach Hause geschickt, meine Ergebnisse erhielt ich noch am selben Tag per Mail. In einem *.pdf Dokument standen drei Zahlenwerte, die ich selbst frei interpretieren durfte. Nach Konsultation von Dr. Google stand also fest: Beim Zuckerbelastungstest bin ich durchgefallen, weil mein Eingangswert nicht im festgelegten Korridor gewesen ist. Daraufhin habe ich mich mit meiner Hausärztin in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, was das nun für mich und für mein Baby bedeutet.


Das Erstgespräch nach dem Test war unschön. Meine Ärztin teilte mir mit, dass ich Schwangerschaftsdiabetes habe, eine überaus gefährliche Krankheit, die zum Tod meines Babies führen würde, wenn ich nicht ab sofort einen strengen Diätplan einhalten und mein Leben komplett umstellen würde. Um zu überprüfen, dass ich auch tatsächlich Diät halte und meine Blutzuckerwerte im vorgegeben Korridor blieben, müsste ich selbsttätig 6 bis 8 Mal täglich Messungen durchführen und bei wöchentlichen Kontrollen ein Protokoll vorlegen. Als Präsent erhielt ich ein Blutzuckermessgerät, keine weitere Einschulung oder Erklärung. Zum Ende des Termins wies man mich nochmals auf die schwerwiegenden Folgen hin und ermahnte mich die Sache ja nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine Diätberatung, die mir eigentlich zustand, erhielt ich erst viel später.
Der Termin bei meiner Frauenärztin zwei Wochen später verlief ähnlich. Auch sie sprach nur davon wie schwerwiegend die Folgen sein könnten, wieder stand der Tod meiner Tochter im Zentrum des Gesprächs. Sogar während des Ultraschalls wurde ich wieder darauf aufmerksam gemacht, dass mein Baby sterben würde 'wenn ich nicht brav sein sollte'. Ich glaube ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, wie es mir psychisch ging. Auf dem Ultraschallmonitor sah ich meine Tochter schmatzen und meine Ärztin betreute mich mit der Einfühlsamkeit einer Dampfwalze.

Die ersten Wochen nach der Diagnose waren furchtbar, der psychische Druck und die ständigen Kontrollen beim Arzt, bei denen jeder Wert ausserhalb des Korridors rot gekennzeichnet wurde, brachten mich an die Grenzen meiner Belastbarkeit. Erst als meine behandelnde Ärztin erkannte, dass ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand, ließ sie sich auf ein längeres Gespräch ein und überwies mich zur Diätberatung. Zu diesem Zeitpunkt stand aber bereits fest, dass nur die Diät allein nicht dazu führen würden, dass mein Morgenwert sich in die Toleranzgrenzen verweisen ließ. Man verordnete mir Langzeitinsulin, das ich mir selbst spritzen sollte. Dieses zeigt bis heute trotz stetig erhöhter Dosierung keine Wirkung, der besagte Morgenwert ist nach wie vor nicht im festgelegten Toleranzbereich sondern leicht erhöht. Meine Fragen, warum sich der Wert nicht verbesserte, obwohl ich eisern Diät hielt und Insulin spritze, wurden mit lapidaren Aussagen abgetan wie 'Die Medizin ist keine Wissenschaft wie die Mathematik, das müssen Sie zur Kenntnis nehmen!'.


Mein Leben hat sich komplett durch den Diabetes verändert. Ich esse nach einem vorgegeben Zeitrhythmus, nicht mehr, wenn ich Hunger habe. Die Speisen werden abgewogen, um sicherzustellen, dass ich nicht zu viel esse. Seit neun Wochen habe ich keine Nudeln, keinen Reis und kein herkömmliches Brot gegessen (eine Scheibe Knäckebrot pro Tag ist erlaubt). Auch Obst steht nicht mehr auf dem Speiseplan. Seit ich selbst herausgefunden habe, dass das Low Carb Prinzip sich für einen hormongesteuerten Diabetes am Besten eignet, lebe ich fast ausschließlich danach. Die Konsequenz daraus ist, dass ich bereits 12 Kilogramm Körpergewicht verloren habe. Dieser Verlust der Kilos wurde von den Ärzten bejubelt, meine Frauenärztin meinte sogar, dass ich vielleicht bis zur Geburt noch die 20 Kilo Marke knacken kann, wenn ich mich anstrenge.
Wo hingegen ich zu Beginn der Diabetes-Herausforderung bei solchen Aussagen ständig dachte, dass das ein böser Traum sein muss, weiß ich heute, dass das Thema Schwangerschaftsdiabetes in meinem Entbindungskrankenhaus ein Schwerpunktthema ist und ich daher so engmaschig kontrolliert werde. Das änderte aber dennoch nichts an der Tatsache, dass ich mich vor jedem Kontrolltermin fürchtete und Angst hatte, dass meine Tochter Schaden nehmen könnte.

Wer mir geholfen hat die Situation anzunehmen und mich auch gegen sehr abstruse Forderungen der Ärzte durchzusetzen war meine Hebamme. Sie zeigte von Beginn anVerständnis, gab mir hilfreiche Tipps und vermittelte mich zu einem Diabetologen, der mir nach qualvollen Wochen und zahlreichen schlaflosen Nächten erklärte, warum mein morgendlicher Blutzuckerwert sich nicht regulieren lässt. Diese Erklärung war für mich wissenschaftlich einleuchtend und nachvollziehbar. Der Diabetologe nahm mir auch die Angst, dass mein Kind sterben würde. Dank dieser Unterstützung kann ich jetzt besser mit allem umgehen, auch mit der Tatsache, dass meine Frauenärztin unbedingt einen Kaiserschnitt machen möchte, was ich nur dann in Erwägung ziehe, wenn Gefahr in Verzug ist. Ich habe sowohl bei meiner Frauenärztin, als auch bei meiner Hausärztin klargestellt, dass weder ich noch meine Tochter Versuchsobjekte sind, an denen experimentiert werden darf. Medzinisch notwendige Kontrollen und Untersuchungen bin ich gerne bereit zu machen, aber ich erwarte von den behandelten Ärzten Respekt und die Bereitschaft meine Fragen zu beantworten - und zwar alle. Meine Emanzipation wurde zuerst skeptisch, dann aber bewundernd zur Kenntnis genommen. Mittlerweile behandle ich das Thema Diabetes nur noch mit meiner Hausärztin, die Kontrollen sind weniger geworden und sie ist sehr zufrieden mit meinen Blutzuckerwerten. Der Morgenwert befindet sich nach wie vor nicht im Toleranzbereich, was aber scheinbar nicht mehr so schlimm gewertet wird, wie zu Beginn.

Obwohl mir meine behandelnde Ärztin gesagt hat, dass ich in der 35. Schwangerschaftswoche das Gröbste überstanden habe und ich vielleicht wieder normal essen darf, weil meine Plazenta die Hormonausschüttung drosselt, werde ich bis zur Geburt mit eiserner Disziplin sowohl an meinem Diätplan, als auch an den regelmässigen Untersuchungen festhalten. Es geht hier nicht um mich allein, sondern um mein Kind, für das ich als Mutter die Verantwortung habe. Ich habe nun noch 5 Wochen Schwangerschaft (maximal) vor mir, danach hoffe ich, dass mit dem Abgang der Plazenta sich alles wieder normalisiert. Drückt mir die Daumen!

Sonntag, 20. April 2014

Frohe Ostern!

Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest, wenn Ihr Ostern feiert.

Happy Easter to everyone who celebrates it!



Mittwoch, 16. April 2014

Glossybox April - Spring Time Edition

Obwohl es ja momentan wettertechnisch nicht besonders frühlingshaft ist, der Frühling hat Einzug im Land gehalten: überall grünt und blüht es und die Sonne hat schon wesentlich mehr wärmende Kraft, als noch im Monat zuvor. Gerade jetzt ist es besonders wichtig die alte Winterhaut loszuwerden und sich fit für den Frühling zu machen - auch beautytechnisch. Die Glossybox im April steht unter dem Motto Spring Time Edition und beinhaltete Produkte für den beautytechinischen Frühjahrsputz.


Folgende Produkte waren in meiner Glossybox enthalten:
  • Borotalco Original Spray Deodorant 150 ml Originalprodukt
  • Schwarzkopf Essence Ultime Omega Repair BB Beauty Balm 100 ml Originalprodukt und  Schwarzkopf Essence Ultime Omega Repair Shampoo 50 ml Luxusgröße
  • J. Cat Beauty Shine Lip Glaze Balm Baby Pink 7 ml Originalprodukt
  • Mitchell and Peach Body Cream 40 ml Luxusgröße
  • Love Me Green Organic Regenerating Day Face Cream 15 ml Luxusgröße


Borotalco Original Spray Deodorant 150 ml Originalprodukt


In dieser Box haben wir die Gelegenheit ein Produkt zu testen, das erst im Juni den österreichischen Markt erreichen wird. Das Borotalco Original Spray Deodorant, welches die heimische Deolandschaft bereichern soll. Obwohl ich gerne vorab Produkte teste und auch gar nichts gegen Deodorants in Beautyboxen einzuwenden habe - im Gegenteil - habe ich dieses Deodorant nicht benutzt, da es Aluminiumsalze und Erdölderivate enthält. Zwar wollte ich das Produkt unvoreingenommen besprechen, aber ich verwende schon seit Beginn meiner Schwangerschaft keine Deodorants mit Aluminiumsalzen mehr und stehe auch bereits schon vor meiner Schwangerschaft Erdölderivaten sehr kritisch gegenüber.
Was ich durch die erste Betrachtung feststellen konnte, war der angenehm frische Geruch. Also falls es euch nicht stört, dass in eurem Deodorant Aluminiumsalze und Erdölderivate enthalten sind, freut euch schon mal auf den Juni, denn da wird das Borotalco Original Spray Deodorant eine Abwechslung in die Deodorantlandschaft bringen.

Schwarzkopf Essence Ultime Omega Repair BB Beauty Balm 100 ml Originalprodukt und  Schwarzkopf Essence Ultime Omega Repair Shampoo 50 ml Luxusgröße


Die neue Schwarzkopf Essence Ultime Serie wird momentan stark beworben. Ich habe bereits vor dieser Glossybox das Omega Repair Shampoo und den Conditioner gekauft und ausprobiert. Das Shampoo ist sehr reichhaltig und pflegt das Haar bis in die Spitzen. Wer keine extrem trockenen Haare hat, kommt bei diesen geballten guten Inhaltsstoffen vielleicht sogar ohne Conditioner aus. Die BB Cream war mir allerdings neu - seit wann gibt es auch für das Haar BB Creams?  Ich muss zugeben, dass ich vor der ersten Anwendung sehr skeptisch war. Allerdings hat mich das Produkt überzeugt, es macht das Haar weich und geschmeidig, man kann es leichter kämmen und stylen. Da ich mir nicht jeden Tag das Haar wasche, kommt eine tägliche Anwendung für mich nicht in Frage. Der Geruch ist angenehm und verfliegt auch nicht so rasch, das mag ich gerne.

J. Cat Beauty Shine Lip Glaze Balm Baby Pink 7 ml Originalprodukt


Ist man trendbewusst, so packt man seine Lippenstifte im Frühling ein und greift zu Lipgloss. Der J. Cat Beauty Shine Lip Glaze Balm in der Nuance Baby Pink ist eine Farbe, die zu allem passt: Sei es nun ein etwas farbenfroheres Augenmakeup oder zum klassischen Businesslook fürs Büro. Der Auftrag gelingt dank des Applikators mühelos, bei der Nuance Baby Pink ist meiner Meinung nach auch kein Taschenspiegel notwendig, wenn man unterwegs mal den Lipgloss auffrischen will. Die Pflegewirkung würde ich als durchschnittlich bezeichnen, wer sichergehen möchte, trägt unterhalb Lipbalm auf.

Mitchell and Peach Body Cream 40 ml Luxusgröße


Riecht man an der Mitchell and Peach Body Cream mit geschlossenen Augen glaubt man in einem englischen Garten zu stehen. Gerade im Frühling sind florale Düfte wunderbar, wenn sie nicht mit dem Parfum der Trägerin konkurrieren. Das tut diese Body Cream absolut nicht. Sie lässt sich wunderbar auftragen, zieht rasch ein und pflegt die normale Haut gut. Ich mit meiner sehr trockenen Haut hätte gerne etwas mehr Pflegewirkung gehabt, vermutlich müsste ich das Produkt morgens und abends verwenden. Die praktische Luxusgröße eignet sich perfekt, wenn ihr im Frühling vielleicht einen Städtetrip geplant habt und mit leichtem Gepäck reist.

Love Me Green Organic Regenerating Day Face Cream 15 ml Luxusgröße


Schaut euch nur mal die tolle Verpackung an - das hat nichts mehr mit dem verstaubten Ökoimage der Naturkosmetik aus meinen Teenagerjahren zu tun. Naturkosmetik räumt endlich das Kosmetikfeld von hinten auf! Die Love Me Green Organic Regenerating Day Face Cream ist eine angenehm zu tragende, wenn auch sehr stark duftende Tagespflege. Für Fans von Naturkosmetik, die der intensive Geruch nicht stört, ist sie etwas, das man ausprobieren sollte. Mir war sie leider etwas zu wenig reichhhaltig bzw. hat mich der Geruch sehr gestört, wie leider bei vielen Naturkosmetikprodukten.

The good, the bad, the ugly

Die Spring Time Edition enthält Produkte, die man im Frühling gut gebrauchen kann. Zwar waren das Deodorant und auch die Love Me Green Tagespflege nichts für mich, aber die anderen Produkte benutze ich sehr gerne. Mein persönliches Highlight sind der Lipgloss und die BB Cream für die Haare. Nachdem bereits auch die letzte Glossybox sehr pflegelastig war, hätte ich mir diesen Monat vielleicht einen hübschen Frühlingsnagellack statt einem der Pflegeprodukte gewünscht.

Glossybox Information

Glossybox ist ein Abonnement, welches monatlich Luxusproben und Full Size Produkte beliebter Beautymarken anbietet. Ihr könnt euch ein individuelles Beautyprofil erstellen, nachdem eure Produkte ausgewählt und für euch zusammengestellt werden. Bestellen könnt ihr die Box  über die Homepage von Glossybox Österreich. Das Abonnement ist jederzeit wieder kündbar.

Diese Box wurde mit vom Glossybox-Team kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt, vielen herzlichen Dank dafür!